Wort zum Oktober 2018

Die Abraham-Verheißung:
Ich schwöre bei mir selbst, spricht der HERR, deshalb,
weil du das getan und deinen Sohn, deinen einzigen,
mir nicht vorenthalten hast, darum werde ich dich reichlich segnen
und deine Nachkommen überaus zahlreich machen wie die Sterne
des Himmels und wie der Sand, der am Ufer des Meeres ist;
und deine Nachkommenschaft wird das Tor ihrer Feinde in Besitz
nehmen. Und in deinem Samen werden sich segnen alle Nationen
der Erde dafür, dass du meiner Stimme gehorcht hast.
1.Mose 22:16-18

Liebe Freunde und Geschwister

Hier für Euch ein interessanter Beitrag zum Thema: Was bedeutet Multiplizieren?

Zur Einführung unserer Überlegung gehen wir der Frage nach: Warum geht man davon
aus, dass Jahrhunderte nach der Schöpfung, zur Zeit der Sintflut, bereits einige Millionen
Menschen auf der Erde lebten? Gott hat sie nicht nach und nach in Tausender-Einheiten
geschaffen. Die Begründung ist einfach und ganz natürlich: Wenn zwei Menschen eine
Anzahl Kinder bekommen, die nach zwei bis drei Jahrzehnten wiederum mehrere
Kinder zur Welt bringen usw., geschieht eine Vermehrung, die exponentiell, d. h. immer
schneller werdend, ansteigt. Dieses Prinzip der Vermehrung heißt Multiplikation – im
Gegensatz zur Addition, wo nur neue Elemente (in diesem Beispiel Menschen) zugefügt
werden, ohne dass sie selber weiter zur Vermehrung beitragen. Wir sehen bereits hier
im natürlichen Bereich, dass die von Gott vorgesehene Art und Weise der Vermehrung
die Multiplikation ist.
Das Szenario dieses Rechenbeispiels lässt sich denkbar einfach auch auf geistliche
Vermehrung anwenden: Angenommen, in einer Ortsgemeinde fühlt sich Stefan
besonders berufen, evangelistische Büchertisch-Arbeit durchzuführen. Er fragt seine
Mitgläubigen um Rat, wie er seine Zeit, die er für den Dienst zur Verfügung hat, am
sinnvollsten nutzen kann. Er würde sich am liebsten jeden Tag in die Fußgängerzone der
Stadt stellen, da die Vergangenheit zeigte, dass sich an jedem solchen Tag eine Person
bekehrt! (Dies sei hier einmal die Annahme dieser Modellrechnung, die für den
folgenden ersten Rechengang besonders vorteilhaft ist.)
Die erste Rechnung ergibt sich aus der Empfehlung: Gehe jeden Tag hinaus in die Stadt,
dann werden sich nach einem Jahr bereits 365 Menschen bekehrt haben (laut
Annahme). Neben der kaum vorstellbaren Freude hätten wir damit bereits massive
räumliche Probleme bei den Zusammenkünften. Wenn wir jedoch davon ausgehen, dass
er diese Arbeit 33 Jahre lang gewissenhaft durchhält, verschlägt uns die Zahl der für den
Herrn gewonnenen Menschen schier den Atem: Es wären immerhin 12.225!
Eine lohnende Arbeit, würde wohl jeder zugeben.
Doch nun erhält Stefan von einem weiteren Gläubigen einen ganz anderen Rat:
Gehe nur einmal dieses Jahr hinaus auf die Straße. Beschäftige dich dann aber mit dem
Bekehrten, den du gewonnen hast, ganz persönlich: Gründe ihn im Glauben, festige ihn,
gib ihm die »erste Milch«. Dann ermuntere ihn, zeige ihm die grundlegenden Dinge des
Glaubenslebens, führe ihn in das Wort Gottes ein, helfe ihm, ein Überwinder zu werden.
Und dann nimm ihn mit zu deinen Diensten, zu Hausbesuchen, Bibelkreisen, Büchertischen
etc. Gib ihm Anteil an deinem Leben! Das braucht Zeit und erfordert Investition
und Konzentration. Deine Priorität liegt ganz und gar auf der Förderung dieses jungen
Gläubigen. Vielleicht nimmt dich das nicht einmal jeden Tag in Anspruch, wie es beim
ersten Vorschlag der Fall wäre. Später werden sogar nur noch einmal wöchentliche
Treffen oder weniger notwendig sein. Ziele deine Bemühungen aber darauf ab, in ihm
den Wunsch zu wecken, ebenso wie du dem Herrn zu dienen und Jünger zu gewinnen!
Ein fruchtbarer, sich »fortpflanzender« Jünger ist das Ziel.
Ein gänzlich unrealistisches Unterfangen? Zumindest ist es realistischer als die Annahme
des ersten Ratschlags, tagtäglich eine Person zum Herrn zu führen.
Nach diesem ersten Jahr seid ihr jedenfalls nur zu zweit (gegenüber 365). Ist das Ziel
erreicht und arbeitet dein gewonnener Jünger nun in gleicher Weise wie du, werdet ihr
nach dem zweiten Jahr immer noch nur vier sein (gegenüber 730) usw.
Ein hoffnungsloses Wettrennen? Wie sieht es denn nach zehn Jahren aus? Nach Jahresbilanzen
mit 8, 16, 32 und 64 Jüngern wird nach einem Jahrzehnt die Anzahl der Gläubigen
immerhin auf 1.024 gewachsen sein. Das kommt dem entsprechenden additiven Ergebnis
von 3.650 anscheinend schon näher. Doch nach 33 Jahren werdet ihr mit dem multiplikativen
Vorgehen über 8 Milliarden sein! Nach nur 33 Jahren hätte damit – hypothetisch –
die gesamte Menschheit nicht nur das Evangelium gehört und sich bekehrt, sondern
zudem auch geistliche Reife angenommen! Dass dieses Ergebnis definitiv nicht zu Stande
kommen wird, liegt nicht allein daran, dass Gottes Wort der Welt eine dunklere Zukunft
verheißt, sondern letztlich auch daran, dass wir Gläubige versäumen, unserer Verantwortung
nachzukommen, Jünger zu machen Gottes Wille ist tatsächlich, dass alle Menschen
errettet werden (1.Tim. 2:4)!
Viel Freude beim Nachdenken und Beten wünscht Euch, Euer Kalli

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